Warum Populisten so erfolgreich sind:
Autor: MMMag. Bernhard Pohlhammer

 

„It´s the Economy,“ so meinten mittlerweile schon mehrere Politiker, um dann die Fakten heranzuziehen und trotzdem verlor Harris gegen Trump, auch ein Fakt. Die Wirtschaftsdaten der USA waren recht gut und trotzdem war es das Hauptmotiv der Wählerschaft, neben dem Wunsch nach Change, … und sie wählten Donald Trump!

Ich behaupte: „It´s the emotion!“

Warum halfen die guten Zahlen der Vizepräsidentin nicht?

Weil das Empfinden ein anderes ist! Die einzelnen Wähler empfinden sich seit Jahren am absteigenden Ast (was auch durch Reallohnabsenkungen feststeht), auch wenn die Gesamtwirtschaft wuchs. Erinnern Sie sich an die erste Wahl, die Trump gewann?

Damals war es der Rust Belt, also die Regionen, die durch Deindustrialisierung an Wohlstand enorm verloren. Ich bin immer wieder in den USA und die marode Infrastruktur und manch herabgekommene Gegend entsetzt mich ziemlich. Noch dazu waren dort einst sehr gut bezahlte Jobs, ob in der Autoindustrie, oder der Stahlindustrie und nun nichts mehr, oder sehr wenig. Auch das sind Fakten und laut meiner Geschäftspartner in den USA hat sich wenig getan, bis auf ein paar Leuchtturmprojekte geht es der dort lebenden Bevölkerung schlecht. Auch sind es meist nur mehr ältere Menschen, die zu wenig Geld haben, um von dort wegzuziehen und junge Menschen, die noch irgend verbunden sind mit dem Land. Die Abwanderungsraten sind enorm und dies sind auch Fakten. Im Zusammenhang mit der US-Wahl habe ich viele Artikel gelesen und unter anderem einen, den ich leider nicht mehr finde, der sich mit den Abwanderungszahlen mancher Bundesstaaten beschäftigt und diese Zahlen waren und sind erschreckend. Wer kann, zieht aus Wyoming, Mississippi, oder Michigan weg, so die mir in Erinnerung gebliebenen Bundesstaaten. Aber auch hier sind es die emotionalen Faktoren, die den Umzug, … bewirken. Oft wird auch das Klima dort angegeben, neben den mangelnden Jobaussichten, … Der Blick in die eigene Nachbarschaft und dessen Tristesse ist ein täglich gefühlter Pusheffekt, diese Gegend zu verlassen.

Wo werden Sie sich fragen ist nur das Hirn-gerechte Marketing, dass den Unterschied ausmacht?

Ziemlich einfach: in meinem Ansatz behaupte ich, dass der Mensch fast immer emotional entscheidet und dies unabhängig von der objektiven Situation, auch wenn ich bisher eher Fakten beschrieb. Gestützt durch physiologische Vorgänge im Gehirn, ist dies nicht nur eine Behauptung, sondern der Stand der Wissenschaft und viele NeurobiologInnen gehen davon aus, dass zu ca. 95% unserer gesamten Entscheidungen emotional erfolgen. So die Basis meines Hirn-gerechten Marketings. Mit Details werde ich Sie nicht langweilen, aber so mancher Punkt, der nachfolgend als Erklärung dient, gehört auch zum Hirn-gerechten Marketing und die dahinter stehenden Mechanismen werden kurz erwähnt. Genauere Informationen bin ich gerne bereit per Mail zu teilen: bp@fluxuscon.com.

Aber es ist eben nicht nur „the Economy, stupid“, die zählt, sondern auch der Change und auch den entscheiden wir emotional. D. Trump ist eine teils unterhaltsame und klar aussprechende Persönlichkeit, die wie auch immer man ihn sieht, klar ausspricht, was manche selbst eigentlich denken. Wie oben bereits angedeutet, ist denken ein sehr subjektiver und hoch emotionaler Prozess (das Limbische System ist der Entscheider und vermeidet lebensbedrohliche Situationen und diese dort stattfindende Beurteilung ist so schnell, dass der Großhirnrinde nur mehr die „logische Rechtfertigung“ liefert ). Was genau macht D. Trump so interessant, dass man ihn wählt? Es sind die Widersprüche einerseits, wie Milliardär und andererseits der Erfolg bei ArbeiterInnen. Sein Sexismus gegenüber Frauen und trotzdem sein Erfolg bei Frauen. Sein hetzen gegen Ausländer, obwohl die meisten Amerikaner selbst einmal Ausländer waren, oder davon abstammen, … Widersprüche vereinen wir alle selbst in uns und macht D. Trump menschlicher, im Gegensatz zur empfundenen „Maschinerie der Führung“, verkörpert durch die Demokraten, … (Die Emotionalität verschafft uns viele Widersprüche). All das sagt er und wird dafür nicht abgestraft, weil er das sagt, was viele Menschen denken. Er erreichte diesmal auch die Mittelschicht und all das führt dazu, dass Menschen gewisse Vorstellungen bis Vorurteile haben und verstärkt bekommen, wenn diese nur sehr häufig und ohne emotionale Widerrede durch Medien geschleust werden. Denn D. Trump ist relativ groß und wirkt kräftig (Beschützer), seine Aussagen sind klar und kurz (pointiert und leicht merkbar), sein Auftreten sehr selbstbewusst, sein Ruf als Macher allen bekannt, seine Präsenz in den Medien schon fast immer enorm und so brandete er sich als Selfmademan (hier spielte und spielt der Einfluss der Medien eine sehr bedeutende Rolle, ohne sie wäre sein politisches Wirken nicht möglich gewesen), quasi als Verkörperung des amerikanischen Traums. All dies zeigt ein hochemotionales Bild, denn entweder man hasst ihn, oder man liebt ihn. Dazwischen gibt es eigentlich nichts. Seine wohl angeborene und erweiterte polarisierende Wirkung ist pure Emotion. Denn eigentlich erfolgreich wurde er durch sein Image, nicht durch seine Unternehmen. X-Mal stand er vor dem Konkurs und angeblich schlitterte er ein paarmal in die Insolvenz. Seine Eigendarstellung in Büchern, Sendungen, … schafften das Image des Selfmademan, durch unentwegte Behauptung, dass er der Inbegriff des amerikanischen Traums sei. Die Fakten sprechen also gegen ihn, aber das Image ist eben Emotion und genau das schafft Neuromarketing, auch wenn Ihnen diese Komponente des Neuromarketing nicht sympathisch ist, so schafft permanente Behauptung Realitäten, emotionale Realitäten, die den eigentlichen Fakten eben auch entgegen stehen können. Viele US-Amerikaner sehen ihn als Vorbild, oder wollen das erreichen, was er schuf.

Ein Gegenbeispiel aus unserer Gegend: Ein aktueller Politiker einer rechts stehende Partei. Klein, schmal, mit brechender Stimme, mit radikalen Aussagen und wenig geeignet, ihn als Vorbild zu sehen. Das genaue Gegenteil zu Herrn Trump also, von den radikalen Aussagen mal abgesehen. Trotzdem gewann er die Nationalratswahl, obwohl ihn kaum jemand mag, wie Umfragen zeigen. Dass ausgerechnet eine Partei, wie diese, aus dieser Sackgasse herausführen kann, hat sie in der Vergangenheit nie eingelöst und da ihre Konzepte sehr kurz, sehr emotional sind, reichen diese auch nie aus. Emotional bewegen sie, aber sie werden der komplexen Lage, in der sich Österreich, oder die EU befindet nicht gerecht. Diese Komplexität übersteigt aber die Vorstellungskraft der meisten Menschen und so greift man zu einfachen Rezepten, Emotionen, was einem sympathischer ist, oder wer, also Neuromarketingbotschaften die einfach zu verstehen sind und vordergründig Sinn ergeben und einen „mitnehmen“. Dieses Mitnehmen (Emotion, ich werde ernst genommen) ist es, worauf es ankommt, nicht der Inhalt. Den Rest delegiert man, weil man nicht mehr durchblickt, was angesichts der sehr komplexen Lage auch kein Wunder ist. Einfache Antworten geben Sicherheit (Sicherheit ist eines der stärksten emotionalen Motive), komplexe Konzepte schaffen Unsicherheit. So einfach ist das leider. Je abstrakter die Diskussion, desto schwerer tun wir Menschen uns dabei. Je einfacher und nachvollziehbarer, desto leichter. Ausländer raus, ist einfach und vordergründig schafft es Arbeitsplätze, aber … Abstraktionsebenen sind oft Entfernungen zu Emotionen und daher zu vermeiden.

Können Sie sich erinnern, als in der neuen Schule einer den Mund aufmachte und sich was traute? So ungefähr wird der Mechanismus wahrgenommen, der bei Trump und dem anderen, erwähnten Politiker, … wirkt (erste Wahrnehmung wirkt stärker). Er traut sich! Er bedient Vorurteile, die wie auch immer diese zustande gekommen sind, Menschen ansprechen, und zwar auf einer intimen Ebene. Je intimer die Ebene, die getroffen wird, desto größer die Wirkung (intim sind Emotionen, die selten hinterfragt werden). Einer Ebene, die man sich oft nicht selbst eingesteht, aber sich dessen irgendwie bewusst ist. Ängste sind es, die wir erlernt, oder erfahren haben. Wenn einem als Kind ein Hund biss, dann haben viele ihr Leben lang Angst vor Hunden. Dabei sind viele Hunde nicht bissig. Die Wahrscheinlichkeit von einem anderen Hund gebissen zu werden ist extrem gering. Trotzdem extrapolieren wir diese einzelne Erfahrung (emotional verengte Wahrnehmung). Auch wenn es eigenartig erscheint, sind oft Gemeinden besonders ausländerfeindlich, die kaum mit Ausländern zu tun haben. Hier wird ein altes Bild und oft rezitiertes Bild von „Fremden“ bedient. Wir sind in unserer Menschheitsgeschichte nun mal ewig mit Feind, oder Freund konfrontiert worden und sind es immer noch. Flucht oder Angriff (die klassische Entscheidung des Limbischen Systems) und wenn wir etwas nicht kennen, sind wir aus gutem Grund vorsichtig. Sofern diese Angst befeuert wird, durch eventuell viele mediale Berichte über Straftaten von Fremden, oder Politiker, die diese hervorheben, dann verfestigt sich dieses Bild und führt bis hin zu Hass. Wie uns die Geschichte des Nazireichs zeigt, hat dies wenig mit dem kulturellen Entwicklungsstand zu tun, den ein „Volk“ hat, oder nicht. Sobald wir hassen, sind wir in einem Modus der Zerstörung, ganz klar in der Hirnforschung zeigbar. Blitzschnell im Limbischen System entschieden, bevor wir dies in der Großhirnrinde einordnen und eventuell hinterfragen können. Hass kommt eben von Angst und Angst kann man sehr gut in unserem Blut und in unseren Gehirn Aktivitäten nachweisen. Cortisol und Adrenalin im Blut und eine massive Verengung des Horizonts gehen damit einher, egal wie gebildet jemand ist (Stresshormone bedingen dies bei uns allen). Es werden nur die für die Bewältigung der akuten Situation erforderlichen Mechanismen bedient, ohne die Tragweite der Situation zu erfassen und zu hinterfragen. Noch dazu wird ein sehr grober Raster genutzt, der Feinheiten ausblendet und eine ganze Gruppe von Menschen unter Verdacht stellt, weil man mit einer der Personen eventuell schlechte Erfahrungen gemacht hatte (Verallgemeinerung durch Einzelfallerfahrung).

Wer von uns hatte schon Kontakt zu Juden, oder Sinti? Die Wenigsten, trotzdem gibt es leider Antisemitismus und Antiziganismus, …! Was kann eine Person, oder Gruppe dafür, was eine andere Person, oder Gruppe tat, oder tut, oder was man meint, dass diese getan hat/haben, oder tun wird/werden, oder man lügt aus gewissen Gründen darüber, oder man braucht einen Sündenbock, oder man braucht eine Minderheit, …? Auch wissen wir meist die Umstände nicht, warum jemand sich so, oder so verhält. Die Mechanismen, die hinter Vorurteilen stehen sind einerseits ein Schutz vor echter Gefahr, aber andererseits, wie so vieles in unserem Leben eine Verzerrung, die uns immer weiter von sogenannten „rationalen Wesen“ entfernt. Negative Nachrichten, Erfahrungen, … haften sich stärker in unser Gedächtnis und somit in unsere Handlungsweise als positive Nachrichten (Überlebensmaxime). Dies ist allgemein bekannt, aber auch durch die Hirnforschung mehr als bestätigt. Klar, früher war wichtig, dass ein Säbelzahntiger gefährlich ist und unser Leben bedrohen kann. Während die Schönheit des Sonnenaufgangs, man verzeihe mir diesen plumpen Vergleich, mich zwar erfreut, aber im Vergleich zum Tiger kaum Relevanz hat. Relevanz für das Überleben ist die wichtigste Ebene unseres Gehirns und ohne die Sicherung unserer Existenz, machen viele andere Dinge und Umstände wenig Sinn für uns.

Deshalb funktionieren solch „primitive Mechanismen“ so gut bei Wahlen und im Alltag auch. Ich stelle hier nur die offensichtlichsten Mechanismen unseres Gehirns dar, aber komme zum Punkt:

Hirn-gerechtes Marketing ist Teil der Lösung: „It´s the EMOTION, stupid!“ so lautet meine Antwort! Hirn-gerechtes Marketing unterscheidet sich vom Neuromarketing erstens durch eigene Forschungsergebnisse mit mehr als 9.500 Proband:innen. Zweitens durch die Berücksichtigung aktuellster Hirnforschungsergebnisse. Drittens durch das Weglassen von all zu starken Verallgemeinerungen. Viertens durch Verantwortungsbewusstsein. Fünftens durch positive Aussagen und sechstens durch mehr als 36 Jahre weltweiter Marketingerfahrung durch mich, Bernhard Pohlhammer. Darüber hinaus, stehen mir die Erkenntnisse aus Hirn-gerechtem Marketing exklusiv zur Verfügung, da ich dies alles erforschte! Neuromarketing hingegen ist meist auf einem weitaus weniger aktuellen Stand der Wissenschaft und zu sehr als Allheilmittel dargestellt. Manchmal wird es eben negativ genutzt.

Aber weiter mit der Situation:

Man kann den erwähnten Populisten sehr wohl etwas entgegensetzen, aber sicherlich keine Fakten alleine. Die Wissenschaftsfeindlichkeit vieler Menschen zeigt sehr eindeutig, dass Fakten basierte Argumentation kaum etwas bringt (zu komplex, zu relativ, zu wenig emotional, zu wenig griffig). Emotionale Kommunikation schon. Dazu muss man sich aber mit den tiefliegenden Sorgen und Ängste der Menschen auseinandersetzen und nicht sagen, der Wirtschaft geht es doch super, was wollen die Menschen, die sich angesichts der Inflation kaum mehr das leisten können, was diese sich vorher noch leisten konnten. Hier sieht man die Verflechtung von individuellen Ängsten und individuellen und objektiven Situationen. Viele Menschen können sich wegen gestiegenen Mieten das eigentliche Leben kaum mehr leisten. Hier müsste man ansetzen, auf faktischer und emotionaler Ebene. Es reicht nicht, nur viel zu spät wahrscheinlich entsprechend günstigen Wohnraum zu schaffen, nein dies muss auch entsprechend emotional verkauft werden.

Fakten verkaufen nicht, Emotionen sehr wohl!

Schaue ich mir die hilflosen Politiker an, die faktenbasiert argumentieren und sich dann wundern, warum sie nicht mehr gewählt werden, zeigt eindrucksvoll das Scheitern dieser Art von Kommunikation (Biden damals bei dem TV-Duell indem er Fakten gegenüber Trumps Äußerungen stellte). Eine gemischte Kommunikation, die eben verkauft, zeigt klar, welche Vorzüge sie damit gewinnen, funktioniert auch bei Wahlen, sofern diese auch emotional vorgetragen werden. Manche versuchen es, aber sind in ihren Positionen gegen die Extrempositionen der Populisten zu wenig griffig, weshalb deren Verkaufsargumente untergehen, oder man es ihnen einfach nicht zutraut, … Leider sind extreme Äußerungen erfolgreicher, als weniger extreme Äußerungen (emotionale Attaktivität). Dies führt zu einem Wettstreit bis zu einer gewissen, leider auch individuell gesetzten Schmerzgrenze. Oft reicht es aber aus, entsprechend emotional und positiv zu berichten und nicht in diesen Wettkampf zu verfallen. Leider sind extreme Äußerungen für Medien interessanter als sachliche Äußerungen. Wir wollen unterhalten werden und die Meldungen sollen einfach und einzigartig formuliert sein, damit diese im Gedächtnis haften bleiben. An welche Äußerungen von Politikern erinnern Sie sich konkret? „I have a dream“, „Make America great again“, „Yes we can“, „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist“, … Aber kaum an andere und weniger ikonische und weniger griffige Äußerungen, oder?

Wir wollen unterhalten werden und dies schafft D. Trump, der erwähnte österreichische Politiker auch irgendwie, obwohl sein Vorgänger und dessen Vorgänger hier weitaus eher unterhaltsam waren, als er es im Stande ist.

Wenn derart unterschiedliche Persönlichkeiten, wie die beiden oben genannten, Wahlerfolge schaffen, dann schaffen dies anderen Persönlichkeiten mit weniger populistischer Attitüde auch. Allerdings müssten sich diese ernsthaft dem Thema Populismus stellen. Denn was ist Populismus eigentlich? Es sind die einfachen, meist zu einfachen Antworten auf tiefliegende Probleme und Ängste. Dass diese Populisten auf Dauer keinen Bestand haben, liegt in der einseitigen Ausrichtung auf diese tiefliegenden Ängste und Probleme, die man schwer beseitigen kann. Eine Mischung aus Fakten und der entsprechend auf diese tiefliegenden Ängste eingehende Argumentation funktioniert dauerhafter, sofern die mitgeführten Fakten, die Situation der Wählerschaft tatsächlich verbessert und kein Abstraktum darstellen.

Diese tiefliegenden Ängste, sind Existenzängste, ob diese real, oder eingebildet sind, spielt hierbei kaum eine Rolle.

Beispiele von sehr gelungenen politischen Persönlichkeiten gäbe es viele, aber bei jeder der von mir beschriebenen, wird man die Medaille positiv, wie negativ sehen können, denn jeder Mensch und jedes Ding hat mindestens zwei Seiten, weshalb ich auf eine Auflistung hier verzichte. Dies trifft natürlich auch auf die beiden dargestellten populistischen Beispiele zu, die ich oben nannte.

Ein sehr wesentlicher Faktor für erfolgreiches Hirn-gerechtes Marketing ist die Vermeidung von Abstraktionen. Eine Inflationsrate von soundso viel Prozent ist abstrakt und spiegelt vielleicht nicht den Warenkorb wider, den viele Menschen täglich sehen. Beispiel Butter, oder Schokolade, …. Das sieht man, das fühlt man und das bildet Einstellungen. Ich habe eine Revolution wegen erhöhter Gaspreise erlebt.

Solange man sich im Abstrakten, wie Schuldengrenze von 3%, oder Arbeitslosenquoten aufhält, bringt es dem Bürger, der Bürgerin wenig. Man muss es, wie leider ähnlich Trump formulieren, dass jeder sich angesprochen fühlt, auch wenn man damit in den Ruch des Populismus gerät, nur auf Fakten basierend und positiv emotional.

Angst steuert uns, aber Hoffnung bleibt.

Daher positiv auf die konkrete Ebene der betroffenen Menschen gehen und ohne Abstraktion, durch Fremdwörter, oder lange Sätze mit diesen emotional von Mensch zu Mensch reden.

Als Hirn-gerechter Marketer und Marketer an sich, muss ich mir der Verantwortung, die ich habe, bewusst sein und damit wirklich sorgfältig umgehen, weshalb ich auch diesen Beitrag schrieb, denn Marketing bedeutet Macht und NeuroMarketing ist noch näher an unseren Wünschen und Ängsten und entfaltet somit erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft. Ich kann ja nicht nicht kommunizieren und sobald ich aber kommuniziere, manipuliere ich, ob bewusst, oder eben nicht.

Viele Populisten ignorieren diese Verantwortung und hetzen Menschen aufeinander, aber man darf und soll dieses Feld nicht den Populisten überlassen, sondern aktiv und emotional gestalten. Man kann auch positive Narrative entwickeln und nicht nur auf Ängste der Menschen eingehen, sondern auch deren Wünsche und Möglichkeiten mit einbeziehen. Keine stereotypen Antworten, die immer gleichen Phrasen dreschen, das funktioniert nicht. Menschen wollen von Menschen, menschlich geführt werden, dann verzeihen sie viel, wie die Beispiele Trump, oder jenes andere Parteibeispiel zeigen sollen.

Natürlich ist der Vorsprung, den die erwähnten Populisten haben enorm, aber einholbar. Hinter dieser Aussage steckt die Erkenntnis, dass die ersten Eindrücke in einem Zusammenhang mehr zählen, als weitere. Ist diese Nische bereits durch populistische Eingaben besetzt, ist es schwieriger diese zu neutralisieren, oder umzukehren. Aber positive und für Bedürfnisse geschaffene Narrative, sind auf Dauer erfolgreicher. Ein Beweis dafür ist der Wohlstand, der in Österreich und Deutschland nach dem Krieg entwickelt wurde. Permanent negative Nachrichten reduzieren deren Wirkung aber. Entsprechend ist es wirklich wichtig, nicht nur gelegentlich die Vorzüge darzustellen, sondern diese immer wieder zu bekräftigen. Wiederholung gehört zum Geschäft des Marketers und des Hirn-gerechten Marketers und des Neuromarketers sowieso.

Sobald wir dies aktiv beherzigen, wird sich der Populismus zum Besseren wandeln und weniger extreme Positionen werden erfolgreicher. Klar, Marketing, Neuromarketing und selbst Hirn-gerechtes Marketing sind manipulativ, aber Politik ist manipulativ und auch unser Zusammenleben ist durch Manipulation geprägt. Mag nicht schön klingen, ist aber so. Wie erwähnt ist jede Kommunikation manipulativ, auch wenn diese nicht einmal so gemeint war. Durch Kommunikation setzen wir einen Ausgangspunkt, von dem aus gesprochen wird. Wer zuerst spricht, hat es leichter und so gewinnen immer mehr Populisten Wahlen, obwohl der Kern des Scheiterns bereits gesät ist. Dem gegenüber kann man seriös und wie erwähnt positiv emotional Visionen schaffen, die Menschen sehnlichst erwarten. Auch Ausländer raus, kann eine Vision sein, auch wenn diese viel zu einfach und zu kurz greift. Zum Wohlstandserhalt und bei unserer demografischen Kurve brauchen wir Menschen aus anderen Ländern.

Ich biete drei eigene Neuro-Ansätze an: NeuroLeadership, NeuroEmployerBranding und NeuroMarketing. Diese sind mit dem Neurowissenschaftlichen Forschungskreis Berlin-Brandenburg entstanden: www.fluxuscon.com

Über Fragen, Anregungen und Kritik freue ich mich und bitte diese unter bp@fluxuscon.com zu stellen.

Darüber hinaus helfe ich natürlich gerne aktiv, dieses Problematik zu beheben und stehe Ihnen gerne zur Verfügung!

Wissenschaftliches zum Hirn-gerechten Kommunizieren:
Autor: MMMag. Bernhard Pohlhammer

 

Anmerkung: Dieses Thema ist enorm groß, weshalb ich mich auf für das Thema wesentliche Aussagen beschränke und diese soweit vereinfache, dass dieser Artikel nicht ausartet. Dieser Artikel wurde vom Neurowissenschaftlichen Forschungskreis Berlin-Brandenburg überprüft! 

1. Hirn-gerechte Kommunikation, die Namensgebung: Den Begriff der Hirn-gerechten Kommunikation wurde von mir, Bernhard Pohlhammer gewählt, weil es einerseits darum geht, einen Begriff so präzise wie möglich zu finden, der den Prozess am ehesten beschreibt und andererseits darum, diesen nicht einzuschränken. Hirn-gerecht bedeutet, dem Gehirn so gerecht wie möglich zu sein, sprich es so anzusprechen, dass das Gehirn es am ehesten versteht und aufnimmt. Kommunikation wurde gewählt, um alle Prozesse der Kommunikation einzubeziehen, wie zum Beispiel Marketing, Führung und Employer Branding. 

2. Die Aufgabe unseres Gehirns: Das Gehirn koordiniert Bewegungen, verarbeitet Sinneswahrnehmungen und Verhaltensweisen. Circa 86 Milliarden Nervenzellen (Neuronen) besitzen das menschliche Gehirn. Diese Neuronen sind über Synapsen miteinander verbunden und diese sorgen dafür, dass Signale elektrochemisch umgewandelt und weitergeleitet werden. 

3. Lernprozess unseres Gehirns: „Beim Lernen werden individuell und selektiv erworbene Informationen aus der Umwelt im Gedächtnis in abrufbarer Form gespeichert. Dies geschieht manchmal nur kurzfristig, manchmal auf Erfahrungen aufbauend, auch über längere Zeiträume hinweg, zum Teil sogar für das ganze weitere Leben. Lernen basiert dabei auf einer spezifischen Verstärkung von bestimmten Synapsen, an denen die Signalübertragung durch biochemische und strukturelle Modifikationen erleichtert wird (Stichworte sind hier Langzeitpotenzierung und synaptische Plastizität). Plastische Synapsen verändern hierbei ihre Struktur und ihre Übertragungseigenschaften, was die Grundlage für Lern- und Gedächtnisprozesse ist. "Manchmal bilden sich beim Lernen neue Synapsen oder nicht mehr gebrauchte Synapsen werden abgebaut.“ (Quelle: Leibnitzinstitut für Neurobiologie Magdeburg, https://www.lin-magdeburg.de/) Wenn unsere Sinnesorgane Informationen an unser Gehirn liefern, dann geht es darum einerseits, Unwichtiges auszufiltern und Wichtiges zu speichern. Wohlgemerkt es handelt sich um individuelle, bewusste, wie unbewusste Einschätzungen, ob etwas wichtig, oder unwichtig ist. Jeder Mensch bewertet dies anders. Aufmerksamkeit, Motivation und Belohnung sind hier die entscheidenden Faktoren, wie gut wir lernen. Auch diese Prozesse sind individuell verschieden. Entscheidungsbildung: „Neues fühlt sich länger an“, so plakativ könnte man diesen relevanten Aspekt zusammenfassen, wie es Marc Wittmann (Medizinpsychologe und kognitiver Neurowissenschaftler des Instituts für Grenzgebiete der Psychotherapie und Psychohygiene e.V. Freiburg im Breisgau) ausdrückt. Übersetzt heißt dies, dass alles, was für uns individuell neu ist, wird eher wahrgenommen und subjektiv länger wahrgenommen als anderes, was wir bereits kennen. Dies berührt das subjektive Zeitgefühl, welches wir im Unterschied zum tatsächlichen Zeitgefühl besitzen. Wenn Neues sich länger anfühlt, dann fühlt sich Bekanntes kürzer an und so ist es auch, je älter wir nämlich werden, desto kürzer fühlt sich Zeit an. Hier ist wiederum das subjektive Zeitgefühl gemeint. Je älter wir werden, desto weniger Neues kreuzt unseren Weg, so die These und darum glauben ältere Menschen, dass die Zeit dahinfließt. Aufmerksamkeit ist auch eine bewusste Entscheidung, so ist diese höher bei Dingen, die wir zum Beispiel mögen. Ein Fußballspiel, eine Mannschaft, die wir mögen, wird von uns sehr aufmerksam wahrgenommen und im Nachhinein eher erinnert, als wenn wir etwas sehen, womit wir wenig anfangen können, oder wollen, auch wenn dieses Neues zu Tage brächte. Zu diesem Thema könnte man sehr viel schreiben, aber ich fokussiere nun auf das für das Hirn-gerechte Kommunizieren Relevante. Aufmerksamkeit ist der Aspekt, den wir beim Marketing, beim Employer Branding, bei der Strategie, bei der Führung und bei vielen anderen Bestandteilen der Betriebswirtschaft besonders adressieren. Ohne Aufmerksamkeit keine Wirkung. Was immer sich unserer Aufmerksamkeit (bewussten, oder unbewussten) entzieht, wird ausgefiltert. Wobei hier klar ausgedrückt werden muss, dass Aufmerksamkeit kein nur bewusster Zustand ist, da auch unbewusst wahrgenommene Reize durchaus unsere Aufmerksamkeit beanspruchen können. Ein klassisches Beispiel wäre eine Werbung, die uns subjektiv penetrant oft gezeigt wird, oder Botschaften, die wir aufgrund von gewissen Eigenschaften wahrnehmen, ohne diese kognitiv zu hinterfragen. Gerade beim direkten Kommunizieren von Menschen untereinander sind viele dieser unbewusst wahrgenommenen Reize oder Aspekte entscheidend. Ob wir jemanden mögen oder nicht, wird von unserem Geruchssinn entschieden. Natürlich ist die Bandbreite dieses individuellen Geruchs groß, weshalb wir nicht nur mögen, oder nicht mögen. Dazwischen gibt es viel. Wie Sie sehen, versuche ich, Aspekte in die Betrachtung einzubeziehen, die per se nicht immer als erstes assoziiert werden, weil unser Gehirn eben durch all unsere Sinne aufnimmt, oder ablehnt, sprich filtert. Beim Marketing, Employer Branding, Führung, Strategie, … geht es um die bewusste Aufmerksamkeitserregung durch verschiedene Möglichkeiten. Ob Fettschrift, Bilder mit attraktiven Menschen, Einsatz von bekannten Persönlichkeiten, … Möglichkeiten gibt es viele.

Bei der Hirn-gerechten Kommunikation, wie ich sie anbiete, beziehe ich vielmehr mit ein, um eben den avisierten Logenplatz im Gehirn zu erreichen. 

Um diesen Ansatz näher zu betrachten, bedarf es eines Ausflugs in den Vorgang, wie wir speichern, sprich Lernen.  

Die Amygdala und der Hippocampus. Starten wir mit der Amygdala, oder auch Mandelkern genannt, wegen Ihres Aussehens. Laut Wikipedia übernimmt die Amygdala:“ … eine wichtige Rolle bei der emotionalen Bewertung und Wiedererkennung von Situationen sowie der Analyse möglicher Gefahren:[1] Sie verarbeitet externe Impulse und leitet die vegetativen Reaktionen dazu ein. Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2004[2] belegen, dass die Amygdala bei der Wahrnehmung jeglicher Form von Erregung, also affekt- oder lustbetonter Empfindungen, unabdingbar und vielleicht am Sexualtrieb beteiligt ist. "Die Amygdala ist wichtig für die Empfindung von Angst oder Furcht. …“ Wenn also die „emotionale Verarbeitung“ der Amygdala zukommt, dann ist diese der Schlüssel für die Aufmerksamkeit im Sinne meiner Hirn-gerechten Kommunikation. Aber gehen wir die vom Wikipedia Artikel zitierten Aspekte durch: „emotionale Bewertung und Wiedererkennung von Situationen sowie der Analyse möglicher Gefahren“! Die auch auf meiner Website behauptete Erkenntnis, dass die Neurobiologie davon ausgeht, dass unsere Entscheidungen emotional erfolgen und nicht rational, wird durch diesen Zusammenhang erklärt. Wichtig und unwichtig wird anhand von emotionalen Parametern definiert. Dies ist der Kern meiner Hirn-gerechten Kommunikation, weil es so viel bedeutet, dass ohne emotionale Relevanz keine Aufnahme ins Gehirn erfolgt, sprich ausgefiltert wird. Also entweder interessiert mich was oder auch nicht, lapidar gesagt (aber bewusst und unbewusst). Interesse, bzw. Emotionen aber, sind nicht nur bewusst wahrgenommene Aspekte, sondern sie dienen vor allem der Erhaltung des Lebens, weshalb in diesem Satz auch die Erwähnung von Gefahren angezeigt wird. Dieser Filter, den die Amygdala bietet, ist überlebenswichtig! Laut Wikipedia: „Emotion oder Gemütsbewegung[1] bezeichnet eine psychophysische Bewegtheit, die durch die bewusste oder unbewusste Wahrnehmung eines Ereignisses oder einer Situation ausgelöst wird. Die Emotion oder der Affekt ist als Gefühlsregung vom Fühlen oder dem Gefühl zu unterscheiden. Der Begriff des Gefühls ist der allgemeinere Begriff, der die unterschiedlichsten psychischen Erfahrungen mit einbezieht, wie z. B. Eifersucht, Stolz, Unsicherheit, Begeisterung und Melancholie. … Eine Emotion: - - - ist verhaltenssteuernd, variiert in der Ausprägung mit der Bedeutsamkeit der Situation, besteht in einer spezifischen körperlichen Aktivierung, die der Situationsanpassung dient, - - - - ist verortbar vor allem im limbischen System, wird spürbar vor allem als Muskelaktivität, ist messbar in der Ausschüttung unterschiedlicher Neurotransmitter (Serotonin, Adrenalin, Oxytocin usw.), kann bewusst wahrgenommen werden und, im Unterschied zum Affekt, beeinflusst werden.” Emotionen lösen entsprechend vegetative Reaktionen aus, sprich zum Beispiel Muskelaktivität. Emotionen haben mit Lernerfahrungen zu tun und Emotionen sind extrem schnell. Die von mir auf der Website und auch sonst behaupteten ca. 50 Millisekunden sind in etwa die Zeitdimension, in der emotionale Reaktionen stattfinden. Ob etwas gefährlich ist, oder auch nicht, wird binnen dieser Zeit bewertet. So entsteht eine Entscheidung. Immer basierend auf der eigenen Erfahrungswelt und entsprechend unseres emotionalen Zustandes. An dieser Entscheidungsschranke kommen wir schwerlich vorbei. Kahnemann aber (Nobelpreisträger Daniel Kahnemann ist Psychologe) unterscheidet zwei Arten des Denkens, das schnelle, intuitive und das langsame, oder auch gründliche Denken. Dabei sind diese beiden Systeme nicht voneinander unabhängig, denn auch in das gründliche Denken fließt das intuitive, schnelle Denken mit ein. Das intuitive Denken ist oben schon erfasst, das langsame Denken aber nicht. Eine Studie des California Institute of Technology ergab, dass das Gehirn zwar sensorische Informationen mit einer Geschwindigkeit von über einer Milliarde Bits pro Sekunde empfängt, aber nur 10-11 Bits pro Sekunde aktiv für bewusste Gedanken genutzt werden, sprich das langsame Denken ist recht überschaubar in der Geschwindigkeit und wie gesagt auch das langsame Denken, baut auf dem schnellen Denken, sprich via der Amygdala auf. Die Hirn-gerechte Kommunikation von mir und dem Neurowissenschaftlichen Forschungskreis Berlin-Brandenburg basiert auf diesen Erkenntnissen und folgert daraus, dass Botschaften an unser Gehirn emotional erfolgen müssen, um Aufmerksamkeit (bewusst, oder unbewusst) zu erlangen. 

Von der Amygdala zum Hippocampus, nennt sich „emotionale Modulation“ und bedeutet, dass der ursprünglichen Botschaft eine emotionale Bewertung zugeordnet wird. 

Der Hippocampus sieht ein wenig aus wie ein Seepferdchen und bezog deshalb seinen Namen davon. Laut Wikipedia ist er: „… wichtig für die Gedächtniskonsolidierung, also die Überführung von Gedächtnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis …“ Der Hippocampus erzeugt quasi Erinnerungen, die dann in der Großhirnrinde gespeichert werden. Die Großhirnrinde schafft dann wiederum die Basis für die Erinnerungen, die es der Amygdala für die Bewertung zur Verfügung stellt. 

Kurz zusammengefasst: Eine Sinneswahrnehmung wird in der Amygdala bewertet, der emotionalisierte Inhalt wird im Hippocampus zugeordnet und in der Großhirnrinde gespeichert, welche dann wieder der Amygdala, bei eintreffendem Reiz, … diese Inhalte zur Verfügung stellt. Natürlich sehr vereinfachend. Unser Gehirn ist extrem komplex und dies soll Ihnen nur eine Richtschnur liefern! Genau auf diesen Zusammenhang baut Hirn-gerechte Kommunikation auf. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen wurden und werden vom Neurowissenschaftlichen Forschungskreis Berlin-Brandenburg und mir mit Kunden und vielen ProbandInnen (rund 9.500 ProbandInnen) eruiert. Dazu dienen und dienten uns bildgebende Verfahren, wie funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI), die Einzelphotonen-Emissions-Computertomographie (SPECT) und die quantitative Elektroenzephalographie (QEEG). Letztere für Bewegungsdaten im Versuchsfeld. ProbandInnen verschiedenster Kulturen wurden mit spezifischen Fragestellungen, Situationen, Reizen, … sprich Botschaften konfrontiert, um die Einwirkungen und Wirkungen der Botschaften zu beobachten. Bildgebende Verfahren können nur indirekte Ergebnisse liefern. Die funktionelle Bildgebung ermöglicht es uns, die Gehirnaktivität in Echtzeit zu sehen. Veränderungen wie Blutfluss, elektrische Signale oder Stoffwechselvorgänge im Gehirn werden gemessen und zeigen, wie verschiedene Bereiche bei Aufgaben oder in Ruhe arbeiten. 

Die von mir intendierte Qualität der Aussagen ist extrem hoch, weil die Anzahl der ProbandInnen wirklich valide Aussagen schafft. Die Validität, Reliabilität und Objektivität sind sehr hoch, auch wenn natürlich nicht alle ProbandInnen mit allen Botschaften konfrontiert wurden und werden. Darüber hinaus sind die Neurowissenschaften „lebende Dokumentationen“, wie alle Wissenschaften, weil sich durch neue Erkenntnisse, neue Forschungsinstrumente, … immer wieder neue und feinere Ergebnisse zeigen. 

Mein Ansatz der Hirn-gerechten Kommunikation basiert auf gesicherten Erkenntnissen. Die Kosten dieser vielen Untersuchungen trug die ersten Jahre Bainpool GmbH, ein Thinktank, den ich gründete und vorstand und später trug ich den Großteil der Kosten, natürlich auch, um diese Erkenntnisse exklusiv unter meinem Namen zu vermarkten. So entstand und entsteht Hirn-gerechte Kommunikation. Entsteht deshalb, weil die Neurowissenschaften in ihren Erkenntnissen voranschreiten und ich meine Hirn-gerechte Kommunikation daran natürlich anpasse. Die Materie ist derart komplex und ich hoffe, dass ich einen Einblick in die Materie der Hirn-gerechten Kommunikation schaffen konnte. Ergebnisse der von mir bezahlten Untersuchungen nutze ich natürlich in meiner Beratung exklusiv.

Hirn-gerechte Führung die neue Sichtweise:
Autor: MMMag. Bernhard Pohlhammer

Im Gegensatz zu Management zielt Leadership (nachfolgend als Führung bezeichnet, auch wen nicht ganz deckungsgleich) auf beeinflussende und motivierende Tätigkeiten ab. In der Literatur werden diese Faktoren auch als sogenannte „weiche Faktoren“ bezeichnet. Dies umfasst klassischer Weise die interne Kommunikation. Bei Hirn-gerechter Führung ist auch die äußere Kommunikation inkludiert, da sich die Kommunikation im Allgemeinen an Personen (externes Image bildend) richtet und unser Gehirn sich extern, wie intern so verhält, wie es der Situation zugutekommt. Dieses „zu Gute“ schließt aber nicht nur die ökonomische Sinnhaftigkeit des Verhaltens mit ein, sondern auch und insbesondere die emotionalen Faktoren, die teilweise auch der ökonomischen Sinnhaftigkeit entgegenstehen können. Hirn-gerechte Führung berücksichtigt die verschiedenen Motive (weiche Faktoren sowie interne und externe Kommunikation) und erstellt so ein Konzept der Hirn-gerechten Kommunikation, die dauerhafte und positive Wirkung erzielt. 

Durch bildgebende Verfahren (funktionale Computertomographen, funktionale Magnetresonanz Topographen, ...), aber auch wissenschaftliche EEG (Elektroenzephalogramm), um Bewegungsdaten und Daten in natürlichen Situationen zu erhalten und in Kooperation mit dem Neurowissenschaftlichen Forschungskreis Berlin-Brandenburg wird seit ca. 15 Jahren, mit Kunden und weit mehr als 9.500 ProbandInnen getestet, um dem Phänomen Gehirn näher zu kommen. Dabei haben sich gewisse Grundmotive herauskristallisiert, die in Relation zur jeweiligen Situation erheblichen Einfluss auf unser Tun und Denken ausüben. Einschränkend dazu muss gesagt werden, dass wir immer nur von Näherungswerten sprechen, weil auch die besten funkt. MRT, … indirekt die Sauerstoffsättigung messen können, aber die einzelnen Gedanken eben nicht. Dafür gibt es noch keine Messmöglichkeit. 

Da die Neurobiologie davon ausgeht, dass fast all unsere Entscheidungen emotional erfolgen, ist es eminent wichtig, diese emotionalen Trigger ansprechen zu können, um überzeugend und nachhaltig Wirkung erzielen zu können. 

Bei einer derart gewaltigen Reizflut die nur geschätzt werden kann und bei bis zu 11 Millionen Reizen je Sekunde liegt, ist es wichtig, was wir davon wahrnehmen und dies ist im Schnitt nur 30 – 40 Reize je Sekunde. 

Unsere Wahrnehmung ist der Schlüssel für jeglichen Erfolg. Genau auf diese Wahrnehmung konzentriert sich Hirn-gerechte Führung, auch wenn wir einen anderen Vergleich hernehmen: Werbereize. Die konkrete Zahl von Werbereizen hängt sehr vom jeweiligen Umfeld ab, weshalb ich mich einer konkreten Zahl enthalte. Jedenfalls sind GroßstädterInnen täglich einer sehr hohen Anzahl an werblichen Reizen ausgesetzt, oder InternetvielnutzerInnen, die weitaus nicht alle in unsere Wahrnehmung und somit Verarbeitung gelangen. 

Diese Wahrnehmung bedingt teilweise die Speicherung und ist man gespeichert, dann bietet dies auch bei der Führung enorme Vorteile. Natürlich nur, wenn diese Wahrnehmung positiv im Sinne der Wahrnehmung ist und war. Unser Gehirn reagiert auf gewisse Reize eher als auf andere und diese nenne ich Trigger. Da die Wirkung der Trigger aber eminent vom Umfeld, der Situation, der Gruppe, der Aufgabe, … abhängt, kann ich keine allgemein gültigen Trigger anführen, auch weil diese je nach Typus unterschiedliche Wirkung erzielen. Gerade bei der Führung gibt es aber meist schon ein entsprechendes Bild zu einer Führungspersönlichkeit, oder auch Personen sowie Vorstellungen aufgrund dieser Prägung, … 

Diese Vorstellungen und schließlich Wahrnehmungen kann man aber modifizieren und genau da liegen die Vorzüge der Hirn-gerechter Führung!

Dies bedingt eine kommunikative Modifikation, die den Schwerpunkt eben auf diese Trigger legt und weniger auf sachliche Inhalte. Wobei hier sehr genau abgestimmt werden muss, wie diese und in welchem Ausmaß eingesetzt werden sollen.

Natürlich kann hier nur sehr allgemein beschrieben werden, wie eine derartige Hirn-gerechte Kommunikationsstrategie funktionieren kann, aber als Grundsatz sollte gelten: Da wir sehr emotionale Wesen sind, sollte unsere Kommunikation positiv und emotional erfolgen!

Die Wahlerfolge zahlreicher Populisten verdeutlichen die Wirksamkeit dieser Vorgangsweise, um ein gängiges Beispiel zu nennen, selbst wenn diese negative Botschaften senden. Negative Botschaften erzeugen Angst und Angst will man bei der Mitarbeiterschaft sicherlich nicht haben. Denn wer Angst hat, stößt Cortisol aus und verengt durch Cortisol Denken und Kreativität auf ein Überleben und mehr nicht. 

Menschliche Gehirne sind aber nicht so einfach zu kategorisieren und so kann der Trigger, der bei einer Person, Gruppe, Abteilung, … funktioniert, bei anderen Personen, Gruppen, … zum Gegenteil führen.

Wichtig dabei ist, jene Emotionen zu erfassen, die konstant sind und nicht vom täglichen Geschehen, Befinden, … abhängen und sehr schwanken, weil man sonst zu sehr von aktuellen Situationen abhängig wäre, auch wenn diese natürlich in die Führung hineinspielen. Werte sind Teile dieser konstanteren Emotionalität und der Grund, warum man Werte in jedem sinnhaften Strategieprozess bringen wird. Werte aber, die ich anspreche, sind individuell und nicht jene einer Organisation. Noch dazu erlebe ich als Strategieberater immer wieder, dass Werte eher gewünscht, denn gelebt werden. Deshalb gehe ich auch bei Strategievorhaben, eher von individuellen Werten aus, als dies üblicher Weise der Fall ist. 

Aber zurück zu Hirn-gerechter Führung:

Das Ziel jedes Führungsansatzes ist Akzeptanz, Identifikation und Motivation. Bei Hirn-gerechter Führung und im internen Verhältnis positiv gemeint und stabil, weil Hirn-gerecht aufgebaut. Durch die immer wieder gebotenen Trigger und deren Kontextualisierung im Alltag, entsteht Vertrauen und bei richtiger Anwendung höhere Potentialausschöpfung der jeweiligen Mitarbeiterschaft. So ziehen Mitarbeiter mit Ihnen und dem gesamten Führungsteam an einem Strang und Fluktuation, Frustration, Burnout, innere Kündigung, … werden unwahrscheinlicher.

Im Außenverhältnis spielt es der Public Relations, dem Employer Branding, … in die Hände, wenn die Botschaften der Führungsebene mit den Bedürfnissen des Marktes zusammenpassen und eventuell positiv überraschen, denn auch hier wirkt die Hirn-gerechte Ansprache!

Fazit: Wenn die durchgehende Kommunikation, sprich innen und außen diesen Triggern folgt und die im Zusammenhang mit der jeweiligen Situation erfolgt, dann bestehen erhebliche Erfolgschancen auf allen kommunikativen Ebenen und somit im Output, Ertrag, Umsatz, …!

Für Fragen, Anregungen und Kritik stehe ich Ihnen gerne unter bp@fluxuscon.com zur Verfügung!

Hirn-gerechtes Employer Branding:
Autor: MMMag. Bernhard Pohlhammer

 

Das Ziel der gut positionierten Arbeitgebermarke erreicht man besser mit Hirn-gerechter Ansprache!

Dahinter stehen viele Jahre der neurowissenschaftlichen Forschung (bisher ca. 9.500 Proband:innen) von Bernhard Pohlhammer mit Unterstützung des Neurowissenschaftlichen Forschungskreises Berlin-Brandenburg und Kunden.

Unsere Entscheidungen werden durch das Limbische System (zum Beispiel durch den Thalamus) gefällt und dies innerhalb von Sekundenbruchteilen und auf rein emotionaler Basis!

Diese harmlos wirkende Erkenntnis bewirkt einen Paradigmenwechsel in der Betrachtungsweise von uns Menschen, da wir dadurch wissen, dass wir ohne Emotionen nichts entscheiden und so auch nur dann die eine, oder die andere Stelle interessant finden.

Die meisten Jobinserate sind sachlich, sehr sachlich verfasst und genau dies ist im Sinne von Hirn-gerechtem Employer Branding das Gegenteil dessen, was nötig wäre, um auf sich aufmerksam zu machen und gute Bewerber zu gewinnen und zu halten.

Hirn-gerechtes Employer Branding soll nicht nur nach außen wirken, sondern auch nach innen!

Stellen Sie sich vor, Sie bewerben sich für eine Stelle und Sie entscheiden sich deshalb für diese Stelle, weil man Ihnen Verschiedenstes verspricht. Sie kommen ins Unternehmen und Vieles von dem was versprochen wurde, wird nicht eingehalten. Die enorme Fluktuationsrate von Neueinsteigern zeugt davon. 

Entsprechend ist es sehr wichtig, dass tatsächliche, positive Unterschiede zum Mitbewerb des werbenden Unternehmens bestehen. EVP = Employer Value Proposition nennt man dies und es stellt quasi das oder die Alleinstellungsmerkmale eines Unternehmens hinsichtlich der künftigen und aktuellen Mitarbeiterschaft dar. Der Wert, den ein Unternehmen für mögliche und aktuelle Mitarbeiter ausstrahlt.

Was also kann ein Unternehmen anbieten, wovon es sich von anderen Unternehmen positiv unterscheidet?

Diese Kernfrage, die meist wichtige Änderungen im bestehenden Gefüge eines Unternehmens erfordert, ist für die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern eminent wichtig.

Es ist in vielen Bereichen schon lange schwierig gute Mitarbeiter zu finden und zu binden.

Entsprechend muss man als Unternehmen oft umdenken und seine Rolle als Arbeitgeber neu definieren und Anreize bilden, die mögliche Mitarbeiter sowie bestehende Mitarbeiter positiv beeinflussen. 

Der Mitbewerb, oder gar der War for Talents ist enorm und gerade Unternehmen, die nicht so bekannt sind, oder und sich in Randlagen befinden, haben hier erhebliche Mühe sich gegenüber diesem Mitbewerb durchzusetzen. Aber andererseits sind viele Mitbewerber noch nicht wirklich in dieser neuen Zeit angekommen und jetzt kann man wesentlich günstiger und nachhaltiger eine Hirn-gerechte Arbeitnehmermarke bilden, die wahrgenommen wird und besser wirkt.

Entsprechend ist es wichtig seine Aktivitäten so zu setzen, dass man möglichst große Wirkung erzielt und dies ist der Unterschied zwischen herkömmlichen Employer Branding und NeuroEmployerBranding©. Durch die direkte Ansprache des Limbischen Systems erhöht NeuroEmployerBranding© die Wirkung signifikant und dies durch die Hirn-gerechte Ansprache, also durch jene Emotionen, die einen überzeugenden EVP (=Employer Value Proposition) ermöglichen.

Diese sehr diffizile Aufgabe wird nicht durch reine Emotionalisierung erreicht, sondern durch ein Hirn-gerechtes Bündel an positiven Triggern, welches sehr genau abgestimmt werden muss. Ein guter, emotionaler Mix entscheidet, ob man sich für ein Unternehmen, oder ein anderes entscheidet.

Ein großer Vorteil liegt auch darin, dass fast alle Unternehmen lediglich mit herkömmlichen Mitteln arbeiten und die neuronalen Begebenheiten nicht berücksichtigen, während Hirn-gerechtes Employer Branding diese direkt ansteuert und so einen markanten Unterschied in der Wirkung erzielt.

Man kann in der Masse der Anbieter auffallen, positiv, oder mit der Masse mitschwimmen und kaum wahrgenommen werden.

Hirn-gerechtes Employer Branding arbeitet anders, sichtbar und positiv anders.

Hirn-gerechtes Employer Branding arbeitet stark mit unseren Sinnen und dies in der Sprache des Limbischen Systems. Wir haben zahlreiche Versuche mit funktionalen Computertomographen,... unternommen, um diese Sprache zu erlernen und dies unseren Kunden anbieten zu können. Eben um die Wirkung Ihres Unternehmens nachhaltig zu erhöhen und Ihrem Unternehmen einen Logenplatz im Gedächtnis zu verschaffen.

Hirn-gerechtes Employer Branding hat eine strategische Dimension, weil es eben nicht nur reicht eine Arbeitgebermarke zu definieren, es müssen auch alle Faktoren, die dazu beitragen, oder diesen entgegen stehen positiv gebündelt werden, um diese nachhaltige Positionierung ermöglichen zu können. Bernhard Pohlhammer kommt aus der Unternehmensstrategie und kann entsprechend entlang dieser Kette an Möglichkeiten helfen, diese so zu gestalten, dass Sie als Unternehmen glaubhaft und sinnstiftend von allen Seiten wahrgenommen werden. An der Entwicklung von Employer Branding war er schon beteiligt und nun setzt er mit Hirn-gerechtem Employer Branding einen neuen Standard für Wirksamkeit. Das herkömmliche Employer Branding setzt aus seiner Sicht viel zu kurz an, weil sich die meisten auf den Außenbereich fokussieren, sprich mögliche Bewerber:Innen. Die Innenseite wurde dabei fast unterschlagen, obwohl diese für den Cultural Fit enorm wichtig ist und auch die Fluktuationsrate beeinflusst. Darüber hinaus ist oft die Wahrnehmung gering, weil sehr viele Arbeitgeber recht ähnliche Benefits anbieten und diese sich entsprechend kaum von anderen absetzen. Da man aber durch eigenständige Benefits, … auffällt und eventuell attraktiver erscheint, ist diese sehr übliche Vorgangsweise meist weniger erfolgreich.

B. Pohlhammer nimmt die gesamte Breite der Einflussfaktoren des Employer Branings unter die Lupe, weil dort eventuelle Potentiale, oder Hindernisse schlummern. Deshalb bietet er auch Hirn-gerechte Führung an, weil diese unmittelbar auf das Employer Branding stößt und einen erheblichen Anteil auf den Cultural Fit ausübt. Employer Branding ist, wie der Name schon sagt Branding und dies ist definitiv einen strategische Komponente, die gut strukturiert und immer wieder aufgefrischt werden muss.

Hirn-gerechtes Employer Branding setzt auch hier an und schafft so ein weitaus nachhaltigeres und sicherlich erfolgreicheres Konzept. Für Fragen, Anregungen und Gespräche kontaktieren Sie mich einfach: bp@fluxuscon.com


 

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